Tyrannei der Drachen

Geheimnisse des Nebelwaldes

Das kleine Elfendorf Altand, mitten im Nebelwald, war Opfer eines geballten Angriffes des Drachenkultes geworden. Angeführt von einem Grünen Drachen und seinem Reiter hatten Kultisten einen Großangriff gestartet. Damit war es bei weitem nicht das einzige Dorf im Nebelwald, welches einen solchen Angriff erlitten hatte. Was es jedoch von den anderen Dörfern Unterschied war die Tatsache, dass der Kult – mitten im Angriff – sich wieder zurückgezogen und das Dorf zwar stark angeschlagen, aber nicht völlig zerstört und gebranntschatzt, zurückgelassen hatten. Und das war in der Tat seltsam. So seltsam, dass die Gruppe auf ihrem Weg zurück vom Drachenkonzil nach Tiefwasser hier einen Zwischenstopp einlegte und nun den Erzählungen des Wächters Gahlin lauschte.

Die Hälfte des Dorfes war während des Angriffes getötet worden. Der Dorfpriester und Anführer von Altand führte den Angriff an, überlebte ihn jedoch nicht – er wurde vom grünen Drachen einfach gefressen. Gahlin, der den Angriff mysteriöser weise ohne einen Kratzer überstanden hatte (obwohl er sich inmitten der Schlacht befunden hatte), war nun der Anführer des Dorfes. Mitten in der Schlacht hatten sich die Kultisten, der Drache und sein Reiter plötzlich zurückgezogen.

Die Gruppe beschloss daher nach den Gründen für dieses Verhalten zu suchen und den Rückzugsort des Kultes im Nebelwald zu finden. Das erwies sich nicht als ganz so einfach. Die Spuren der Kultisten waren längst vergangen und keiner der Elfen war auf die Idee gekommen die sich zurückziehenden Kultisten bis zu ihrem Lager zu verfolgen. Erst Elly konnte in einem Zwiegespräch mit einem Fuchs herausfinden, dass einer der Spitzohren – einer mit einem Raben als Gefährten – nachts oft im Wald verschwand. Gahlin war der einzige Elf im Dorf, der auf diese genaue Beschreibung passte und so heftete sich Jemna in der nächsten Nacht auf seine Spuren. Tatsächlich wanderte er bis zu einer Lichtung im Wald, wartete dort lange und kehrte dann ins Dorf zurück. Eine Untersuchung der Lichtung zeigte eindeutige Spuren einer großen Bestie, bei der es sich nur um einen Drachen handeln konnte. Damit war klar: Gahlin war ein Drachenkultist, vielleicht sogar einer der Wyrmsrpecher, der durch den Angriff im Dorf an die Macht gekommen war; außerdem konnte er sich so seiner gehassten Ehefrau entledigen, die ebenfalls ermordet worden war. Ein perfider Plan.

In den frühen Morgenstunden konfrontierte die Gruppe Gahlin mit diesen Erkenntnissen, der aber vehement alle Anschuldigungen leugnete; dafür weckte er das gesamte Elfendorf (wir rücksichtslos!) Durch Jemnas goldene Zunge konnten die die anstürmenden Elfen aber rasch davon überzeugen, dass sie einen Verräter in ihren Reihen hatten. Dann erst knickte Gahlin ein: Er hatte während der Schlacht Verhandlungen mit dem elfischen Drachenreiter aufgenommen. Dafür, dass das Dorf verschont bliebe, würde Gahlin den Kult mit Informationen über die Verteidigungsanlagen der anderen Dörfer im Nebelwald versorgen. Nur ein Elf konnte sich auf einen dermaßen niveaulosen Plan herablassen! Zumindest konnte Gahlin noch mit einem kleinen Stück Information weiterhelfen: Der elfische Reiter schien jedes Mal durchnässt zu sein, wenn er ihn traf.

Der hilfsbereite Fuchs hatte dann auch ein Vöglein zwitschern gehört, dass es weit im Südwesten einen großen Wasserfall gäbe, zu diesem machte sich die Gruppe dann auch auf.

Auf dem Weg dorthin stolperten sie noch auf den Wächter des Waldes – Grael, einen eremitisch lebenden, durchgeknallten Druiden. Er und seine beiden Baumwächter versuchten uns davon zu überzeugen, dass Ellys tolles Schwert eine böse Aura hatte; wahrscheinlich wollte er es sich nur unter den Nagel reißen. Oder er hatte einfach einen Dachschaden durch sein langes Abenteuerleben, welches er an der Seite eines Paladins verbracht hatte – so etwas konnte nicht gesund sein.

Nur wenig später fand die Gruppe dann auch den angepeilten Wasserfall und hatte auch gleich eine Begegnung mit dem gesuchten Drachen. Obwohl er Elly mit seinem Giftodem fast tötete, trieb ihn die Gruppe zurück in die Höhle unter dem Wasserfall. Von dort an trieben sie ihn immer weiter vor sich hier, töteten zahlreiche Kultisten und auch einige Elfen – warum auch immer die sich hier herumtrieben. Fast schien es, als würde ihnen der Drache wieder einmal durch die Finger gleiten, als er in einem See in der Höhle verschwand.

Doch diesmal blieb die Gruppe an seinen Fersen und stellte ihn in der nächsten Höhle, wo es Elly gelang ihm den Kopf von seinen Schultern zu schlagen. Doch wo war der Reiter des Drachen? Und wer war dieser Reiter? Was hatten die anderen Elfen hier zu suchen? Und wo verdammt nochmal war der Drachenhort?

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Hunter9000

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